Dachziegel

Geschichte des Dachziegels

Wann genau und von wem der aus Ton gebrannte Dachziegel erfunden wurde, ist nicht überliefert. Es gibt jedoch einen Bericht des griechischen Schriftstellers Pindar, in welchem er die Erfindung des Dachziegels im Jahre 450 v. Chr. den Korinthern zuschreibt. In unseren Breitengraden haben die alten Römer mit Tonziegeln gebaut und die Dachziegel „tegula“ genannt. Der Name des Ortes Tegelen bei Kaldenkirchen, direkt hinter der niederländischen Grenze gelegen ist auf die Produktion von Dachziegeln in diesem Ort zurückzuführen.

Natürliche Bestandteile des Dachziegels

Dachziegel sind grobkeramische Produkte aus gebranntem Ton. Alle Dachziegelhersteller mischen Ton und Lehm und formen daraus den fertigen Dachziegel, der dann in großen Öfen bei hohen Temperaturen gebrannt wird. Tone und Lehme sind natürliche Bestandteile der Erdkruste und bestehen als Verwitterungsprodukte von Gesteinen größtenteils aus Tonmineralen und Quarz. Einen kleinen Anteil der Masse nehmen auch Feldspäte und Eisenminerale ein. Die Farbe des Tondachziegels entsteht durch die jeweilige Brenntemperatur und im Rohstoff vorhandene Eisenoxidanteile.

Oberflächenveredelung: Glasur und Engobe

Die fertigen Ziegel, sogenannte Scherben, erhalten meist eine Oberflächenveredelung mit Engoben oder Glasuren. Als Engobe bezeichnet man eine Angussmasse, also eine eine dünnflüssige Tonmineralmasse, die zur Einfärbung oder Beschichtung keramischer Produkte dient. Meist handelt es sich dabei um Schlicker (franz. Barbotine), es werden allerdings auch Mischformen zwischen Schlicker und Glasur oder Überzugsmassen ohne Schlicker als Engoben bezeichnet. Anders als die Glasur bietet die Engobe keine Schutzschicht für das keramische Produkt.

Die Glasur dient ebenfalls der Oberflächenveredelung von Keramikprodukten und ist im Gegensatz zum kristallinen porösen Grundstoff eine glasartige, geschlossene Oberflächenschicht. Sowohl Engobe als auch Glasur werden vor dem Brand im Ofen aufgetragen und durch den Brennprozess fest mit dem eigentlichen Dachziegel verbunden.

Die Dachziegelhersteller sind aufgrund der mondernen Technik in der Lage Dachziegel mit einer glatteren Oberfläche zu produzieren wodurch die Gefahr der Vermoosung bei den aktuellen Dachsteinen gegenüber den Vorgängermodellen deutlich reduziert worden ist. Es gibt sogar schon sogenannte Lotusbeschichtungen an denen kein Schmutz haften bleiben soll. So sieht das Dach länger neu aus.

Im folgenden möchten wir Ihnen nun eine kleine Auswahl an Dachsteinen und Dachziegeln vorstellen. Selbstverständlich kann diese Aufzählung in keinster Weise erschöpfend sein und beschränkt sich auf einige bekannte Varianten und Hersteller. Auf die Wiedergabe von Farbtabellen wurde bewusst verzichtet. Die Darstellung am Computermonitor weicht oftmals erheblich von der Realität ab, so das es in allen Fällen besser ist wenn Sie sich den Ziegel oder Dachstein bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch mit uns vor Ort ansehen und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. So werden Sie die Unterschiede der Materialien nicht nur sehen, sondern auch erfühlen können.

Nelskamp F12ü

Nelskamp F12ü in
altschwarz engobiert

Das deutsche Traditionsunternehmen Nelskamp mit Stammsitz in Schermbeck in NRW bietet ein umfangreiches Programm an Tondachziegeln. Der Flachdachziegel F12ü von Nelskamp ist ein Preßdachziegel der mit Hilfe einer Revolverpresse einzeln gepresst wird. Die Fertigung erfolgt nach DIN/EN 1304 mit doppelter Kopf- und Seitenverfalzung. Wasserundurchlässigkeit, Frostbeständigkeit und Atmungsaktivität sind bei dem Dachziegel selbstverständlich. Der sogenannte Flachdachziegel eignet sich hervorragend für geringe Dachneigungen ab 25 Grad. Lieferbar ist dieser Tonziegel in Naturfarben und mehreren Engoben. Es ist ein komplettes Formziegel- und Zubehör-Programm aus Ton für einen einheitlichen Dachauftritt erhältlich.